Donnerstag, 13. Oktober 2016

Neue Studie zur Zukunft des Publishing: "Publishing Industry 4.0 - Chancen, Anforderungen, Konzepte“

Zusammen mit dem Institut für Buchwissenschaft der Friedrich-Alexander-Universität und der Firma Xeditor/Xpublisher haben wir in der Studie „Publishing 4.0 – Chancen, Anforderungen, Konzepte” die Auswirkungen herausgebracht. Die Studie zeigt, wie Verlage das Potential des Publishing 4.0-Konzepts durch Cross-, Hybrid-Media und Digital Content-Services nutzen können. Ziel der Studie ist es, den Verlagen in Form von zehn Thesen eine Entscheidungshilfe zu liefern, auf deren Basis sie eine zukunftssichere Content- und IT-Infrastruktur für ihr Geschäftsmodell entwickeln können.

Die Studie zeigt, dass sich die Entwicklungen aus der Industrie 4.0 auf die Verlags- und Medienbranche übertragen lassen. Mit dem Internet der Dinge bzw. Internet of Everything als allgegenwärtige Vernetzung von Menschen, Maschinen und Produkten kündigt sich eine Revolution an, die als „Industrie 4.0“ bezeichnet wird: Mit der Mechanisierung beginnend, entlasteten Maschinen den Menschen zunächst von körperlicher Arbeit. In der „Industrie 4.0“ unterstützt die Technologie sie durch Automatisierung, Digitalisierung und Vernetzung bei Gestaltungs-, Produktions-, Informations-, Kommunikations- und Steuerungsprozessen. Durch das Konzept „Publishing 4.0“ wird dieses Muster auf die Medienbranche übertragen. Weil Medienprodukte vollkommen digitalisierbar sind, ergibt sich ein besonderes Potential für Produktivitätssteigerung, für innovative Produkte und Services sowie neue Geschäftsmodelle.

Die 10 Kernthesen

Die Ergebnisse der Studie wurden zu 10 Thesen zusammengefasst, die zeigen, in welche Richtung sich das Publishing-Business entwickeln wird:
  1. Publishing 4.0 folgt dem Muster der Industrie 4.0.
  2. Von Hybridmedia zu Content-Services: Konsequente Kundenorientierung ist der Kern von Publishing 4.0
  3. Bei Publishing 4.0 werden aus Nutzern Prosumenten und aus Wettbewerb Coopetition.
  4. Geschäftsmodelle bedingen Produkte und Prozesse.
  5. Produktvarianten bis hin zu individuellen Medienprodukten und Services brauchen Automatisierung, Standardisierung und Geschäftsmodellierung.
  6. Inhalte müssen medienneutral, intelligent und maschinenlesbar aufbereitet werden.
  7. Publishing 4.0 hat Geschäftsmuster, die als Orientierung für die Strategieentwick-lung dienen können.
  8. Die bausteinbasierte Modellierung von Geschäftsmodellen und Geschäftsprozessen mit einfachen Standardsprachen bildet die Grundlage für eine erfolgreiche Umset-zung von Publishing 4.0.
  9. Publishing 4.0 benötigt eine cloudbasierte und modulare IT für den gesamten Workflow vom Autor über Redaktion bis Leser bzw. Prosumenten.
  10. Publishing 4.0 bedeutet die Einstellung auf die permanente Veränderung von Kundenbedürfnissen, Wettbewerbsumfeld und Geschäftsmodellen.

Management Summary und Studie

Die 10 Kernthesen werden im Management Summary erläutert, das Sie hier kostenlos downloaden können. Eine Vollversion der Studie erscheint im Dezember 2016.

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