Donnerstag, 3. Dezember 2015

Von der Markenwelt zur Community of Interest - die G+J-Digitalstrategie

Markenwelten, Community of Interst, Customer Journey - im folgenden Interview erkäutert Eva-Maria Bauch, Geschäftsführerin von G+J Digital Products, die Digitalstrategie von Gruner + Jahr. Ihre zentrale These, die sie auch auf dem Zukunftsforum Zeitschriften am 08.12.2015 in München erläutern wird: "Gruner + Jahr hat die besten Voraussetzungen, um die digitale Transformation erfolgreich zu meistern."

Eva-Maria Bauch
Wie definieren Sie "Markenwelt" und welche Funktion haben diese Markenwelten bei G+J? 
Eva-Maria Bauch: Unter einer Markenwelt verstehen wir das cross-mediale Angebot, das wir unseren affinen Lesern, Usern und Kunden liefern. Markenwelten können je nach Marke Magazine, Websites, Webshops, Apps, E-Magazines, Merchandise-Artikel und demnächst sogar Accessoires und Möbel umfassen. Die Funktion von Markenwelten besteht darin, unseren Nutzern während ihrer gesamten Customer Journey die richtigen Angebote im richtigen Moment zu unterbreiten  - von der Information über Inspiration bis hin zum Kauf eines Produktes.

Welche Rolle spielen Zeitschriften innerhalb dieser Markenwelten? 
Eva-Maria Bauch: Zeitschriften spielen noch immer eine zentrale Rolle in unseren Markenwelten. Dank mitunter jahrzehntelangen Beziehungen zu unseren Lesern, großen Reichweiten und einem ungebrochen hohen Vertrauen in unsere hochwertigen Marken sind unsere Magazine wichtige Multiplikatoren und Einsprungstellen in die Customer Journey.

Welche Rückkopplungseffekte gibt es zwischen digitalen und gedruckten Medien in den Markenwelten? 
Eva-Maria Bauch: Da wir im Print und Digitalen zu großen Teilen auf denselben Marken arbeiten forcieren wir den engen Austausch zwischen beiden Welten. Dank umfangreicher Trackingmöglichkeiten und gleichzeitig geringeren Publikationskosten kann Digital ein guter Seismograph für Print sein. Vorausgesetzt die Nutzer beider Medien haben eine große Überschneidung.

Und welche Rolle spielen die digitalen Medien? Sind diese "nur" eine Ergänzung zu den Zeitschriften, oder verfolgen Sie damit weitergehende Zielsetzungen?
Eva-Maria Bauch: Digitale Medien sehen wir nicht als bloße Verlängerung der Printmarke. Stattdessen testen wir an vielen Stellen journalistische Marken bereits digital first. Ein Beispiel hierfür ist das Chefkoch Magazin, das auf dem großen Erfolg von chefkoch.de, der größten Food Community Deutschlands basiert.

Die Medien in den Markenwelten erfordern ja sehr unterschiedliche Kompetenzen und Organisationsformen. Wie managen Sie die verschiedenen Markenwelten? 
Eva-Maria Bauch: Bei G+J haben wir uns im Rahmen eines langfristig angelegten Transformationsprozesses in sogenannten Communities of Interest aufgestellt. Jede der acht definierten CoIs wird von einem Tandem aus Publisher und Digital Business Director gesteuert. Um weniger in Marken, sondern mehr im Sinne der Nutzerinteressen sowie in Themen und Inhalten zu denken, sind Publisher und Digital Business Directors jeweils vor allem für die Weiterentwicklung ihres Bereichs verantwortlich, sollen aber auch gemeinsam und crossmedial Ideen für die Marken ihrer CoI entwickeln

Ihr Vortrag auf dem Zukunftsforum Zeitschriften heißt "Digitale Medien als innovative Ausbaustufe der G+J Markenwelten". Was wird Ihre Kernbotschaft sein? 
Eva-Maria Bauch: Meine Kernbotschaft wird sein, dass Gruner + Jahr die besten Voraussetzungen hat, um die digitale Transformation erfolgreich zu meistern. Wir verfügen ber starke Marken, großartige Inhalte und die Möglichkeit in moderne Technologien zu investieren. Zudem haben wir eine Infrastruktur aufgesetzt, in der vielversprechende Business Cases schnell und schlank modelliert, getestet und umgesetzt werden können.

1 Kommentar:

Ramachandran Gopalan hat gesagt…

Have read many blogs in the net but have never come across such a well written blog. Good work keep it up.
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