Donnerstag, 14. Februar 2013

Neue Jobs in Verlagen: Sechs neue Aufgaben für die digitale Medienwelt

Das englische Fachportal "The Media Briefing" liefert beinahe täglich spannende Informationen zum Wandel in der Medienbranche. Ich möchte ein aktuelles Posting hier kurz zusammenfassend wiedergeben, weil ich diese Gedanken auch für hiesige Verlage für sehr relevant halte. Thema des Beitrages sind neue Aufgaben in Verlagen bzw. neue Stellebbeschreibungen - sechs werden beschrieben:
  • Head of data: Hier geht es um das Management von Kundendaten, Verkaufszahlen, Webnsitekennziffern etc.
  • Head of analytics: Hier werden Daten ausgewertet, vor allem jene, die durch die Nutzung von digitalen Medien entstehen. Das Hirn von Big data also, wie es sich z.B. die Financial Times leistet data analytics.
  • Head of user experience: Trägt der ständig wachsenden Bedeutung von digitalen Medien Rechnung. Erfolgsfaktor ist die Nutzerfreundlichkeit, die Anwendbarkeit. Diese Aufgabe in einem Job (oder einer Abteilung) zu bündeln, macht Sinn.
  • Chief content officer: Schon fast ein alter Hut, aber in vielen Verlagen noch immer nicht installiert - eine Person, die sich um alle Belange des Content Management kümmert, nicht um die Inhalte selbst: "As UBM CCO Adrian Barrick is finding out, it's an especially important role when your revenues come from activity indirectly linked to content - such as events."
  • Chief revenue officer: Klingt nach der guten, alten Vertriebsleitung, aber hier geht es nicht (nur) um Verkaufsoptimierung (operativ), sondern um die langfristige Sicherung on "revenue streams" (strategisch), letztlich also auch um nachhaltige Geschäftsmodelle.
  • Head of premium information: Nicht ganz leicht zu fassen - in den Worten von Media Briefing: "This person is  tasked with overseeing a shift from subs/ad model to one based on offering information services. Job split: 25 percent technical, 25 percent commercial and 50 percent editorial." Was ich verstehe: Eine Person, die Inhalte so aufbereitet, dass sie in den unterschiedlichsten Medien- und Vertriebskanälen vermarktet werden kann, auf eigene Rechnung oder als Content Syndication. Sehr interessante Idee.
Nota bene:
  • Das ist nur eine Auswahl neuer Jobtitel, es gibt noch etliche mehr: Audience Development, Business Development, Projektmanager...
  • Auch bestehende Jobs ändern sich, im Lektorat, in der Redaktion, im Marketing, in der Herstellung. 
Alles in allem: Eine großer Herausforderung vor allem für das Verlagsmanagement!

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