Freitag, 29. April 2011

Produkte / Medienkanäle 2020: Das 3. ZukunftsFrühstück

Ich weiß: Prognosen sind schwierig, vor allem, wenn Sie die Zukunft betreffen... Dennoch wagen wir gemeinsam mit den Hamburger Zukunftsforschern von trendquest am 5. Mai 2011 zum dritten Mal einen Blick in die Glaskugel. Beim ZukunftsFrühstück Verlage und Medien (3) beschäftigen wir uns mit der Zukunfttrends nicht aus technologischer, sondern eher aus soziologischer Sicht: Wohin entwickeln sich grundlegende Trends in der Gesellschaft? Welche Auswirkungen hat das auf das Medienverhalten? Welche Funktionen haben Medien in der modernen Kommunikations- und Informationsgesellschaft?

Am 5. Mai 2011 diskutieren wir zusammen mit den Teilnehmern über die Frage, wie Produkte und Medienkanäle sich verändern. Das besondere an Medienprodukten ist: Sie werden von den Kunden direkt in ihr eigenes Umfeld integriert. Dabei spielt die Effizienz der Medien-Kanäle eine wichtige Rolle, wie Produkte angeboten und Inhalte geliefert werden. In Zukunft werden zunehmend die Kunden selbst die Produkt-Innovationen und -Channels vorantreiben.

Wir diskutieren folgende Fragen:
  • Welche Produkte wollen die Kunden nutzen?
  • Und welche Produkt-Innovationen sind von Kundenseite zu erwarten - und zu integrieren?
  • Wie können Verlage mit ihrem Wissen um Produkte und mit bekannten und neuen Medien-Kanälen die Kundenbeziehungen stabilisieren?
Der Ablauf

Nach vier kurzen Impulsvorträgen erfolgt eine offene und moderierte Diskussion. Der Erfahrungsaustausch steht im Mittelpunkt, die Interaktion und das Networking. Dieses innovative Format führt zu einem echten Austausch.

Die Impulsvorträge

  • Kurze Einführung: Produkte und Kanäle 2020 - sozioökonomische Trends und Kurzanalyse
    Walter Matthias Kunze (Geschäftsführer trendquest
  • Innovative Verlags-Produkte im Buchverlag!
    Bianka Reinhardt (Oetinger Verlagsgruppe)
  • Jeff Jarvis Do's and Don'ts zu Verlag & Publishing
    Ehrhardt Heinold, Walter Matthias Kunze
  • Vom Medienprodukt zum Content zum Medienprodukt
    Ehrhardt Heinold (Geschäftsführer Heinold, Spiller & Partner)
Zielgruppe

Manager und Führungsnachwuchskräfte aus Medienunternehmen, Verlagen und Agenturen, v.a. aus den Bereichen Marketing, Vertrieb, Produktmanagement, Lektorat, (Online-)Redaktion, Electronic Publishing und Internet.

Ort, Datum, zeitlicher Ablauf

Das 3. ZukunftsFrühstück Verlage und Medien findet am 5. Mai 2011 von 08.30 - 11.30 Uhr im Warburg-Haus in Hamburg stattfinden. Weitere Informationen und Anmeldung auf der trendquest-Website.

Dienstag, 26. April 2011

Mehr Flexibilität, mehr Marktnähe, Kosteneinsparungen: Die IT-Architektur von de Gruyter

Mit welcher IT-Architektur kann ein Verlag sich auf ständig komplexer werdende Anforderungen einstellen? Der Berliner Fach- und Wissenschaftsverlag Walter de Gruyter hat seine Antwort gefunden: Durch die Integration der zentralen IT-Systeme für ERP, CMS und CRM. Christian Kohl, der dieses ambitionierte Integrationsprojekt leitet, erläutert im folgenden Interview Ziele und Erfolgsfaktoren. Christian Kohl wird dieses Projekt auf dem 13. CrossMediaFoum am 19. Mai 2011 in München präsentieren.

Ihr Vortrag heisst "Hyperdistribution durch Systemintegration: Wie De Gruyter CMS, CRM und ERP integriert". Was ist das zentrale Ziel dieser Systemintegration?

Christian Kohl: Das zentrale Ziel ist größere Flexibilität, kürzere Reaktionszeiten auf Kunden- bzw. Marktanforderungen sowie Kosteneinsparungen. Insbesondere sollen auch die Prozesse schlank gehalten werden, um größtmögliche Automatisierung zu erreichen und Redundanzen zu vermeiden.

Was sind die größten Herausforderungen in einem solchen Mega-Projekt?
Christian Kohl: Die beiden größten Herausforderungen sind zum Einen die Koordination der verschiedenen Dienstleister, besonders wenn sehr unterschiedliche technologische Ansätze/Umgebungen aufeinandertreffen. Zum Anderen braucht es ein klares Ziel, ein Konzept, das so strikt wie möglich durchgesetzt werden muss, um am Ende nicht wieder durch "workarounds" o.ä. neue Reibungsverluste zu produzieren.

Welche Ziele verfolgen Sie mit der Verbindung von Inhalten (CMS) und Kunden (CRM)? Geht es hier auch um eine Möglichkeit, zukünftig individualisiertes Marketing oder sogar Individualprodukte zu ermöglichen?
Christian Kohl: Das könnte ein möglicher Weg für die Zukunft sein. Grundsätzlich geht es erst einmal darum, dass wir künftig mehr Kundenorientierung zeigen können und dadurch noch bessere Produkte und bessere Services bieten können.

Welche neuen Geschäfts- und Erlösmodelle werden durch so eine integrierte IT-Infrastruktur möglich?
Christian Kohl: Grundsätzlich ist diese Infrastruktur die Voraussetzung dafür, Content möglichst granular und kontextualisiert anbieten zu können. Ebenso soll natürlich das Endkundengeschäft gestärkt werden.

ERP, CMS, CRM - das klingt nach ziemlich viel Geld und aufwändigem Projektmanagement. Wie kann ein mittelständischer Verlag so ein Projekt finanziell und personell stemmen?
Christian Kohl: Durch kluge Planung, standardisierte Prozesse, Einsatz von Industriestandards wo immer möglich und geschickte Priorisierung der Anforderungen: Konzentration auf die wichtigsten Geschäftsziele.

Was wird Ihre zentrale Botschaft in dem Vortrag sein?
Christian Kohl: Die Verlagsbranche muss sich weiter "industrialisieren" - Systeme konsolidieren, Standards einführen, Prozesse verschlanken - um künftig am Markt bestehen zu können. Nur so kann schnell, ohne Qualitätsverluste und Kostenexplosionen auf veränderte Kundenbedürfnisse reagiert werden.