Mittwoch, 1. Dezember 2010

Datenanalyse als Schlüsselfaktor für Erfolg

Auf dem O'Reilly-Radar-Blog hat Mike Loukides eine ausführliche und bestechende Analyse zur Bedeutng von Datenanalysen geschrieben. Das Thema geht auch Verlage an - und zwar elementar. Unter Daten versteht Loukides Nutzungsdaten aller Art, die in Zusammenhang mit dem Internet gewonnen werden können:

"The web is full of "data-driven apps." Almost any e-commerce application is a data-driven application. There's a database behind a web front end, and middleware that talks to a number of other databases and data services (credit card processing companies, banks, and so on). But merely using data isn't really what we mean by "data science." A data application acquires its value from the data itself, and creates more data as a result. It's not just an application with data; it's a data product. Data science enables the creation of data products."

Die Fähigkeit zur Datenanalyse ist für den Autor eine der zentralen Erfolgsfaktoren:

"The question facing every company today, every startup, every non-profit, every project site that wants to attract a community, is how to use data effectively -- not just their own data, but all the data that's available and relevant. Using data effectively requires something different from traditional statistics, where actuaries in business suits perform arcane but fairly well-defined kinds of analysis. What differentiates data science from statistics is that data science is a holistic approach. We're increasingly finding data in the wild, and data scientists are involved with gathering data, massaging it into a tractable form, making it tell its story, and presenting that story to others. "

Entsprechend prognostiziert Lourike der Datenanalyse eine glänzende Zukunft: "The future belongs to the companies who figure out how to collect and use data successfully. Google, Amazon, Facebook, and LinkedIn have all tapped into their datastreams and made that the core of their success. They were the vanguard, but newer companies like bit.ly are following their path. Whether it's mining your personal biology, building maps from the shared experience of millions of travellers, or studying the URLs that people pass to others, the next generation of successful businesses will be built around data."

Für Verlage bietet das Thema ein enormes Potential, denn durch Datenanalyse können sie u.a.:
  • Trends erkennen
  • Kunden besser kennenlernen
  • Produkte kundengerecht entwickeln
  • Den eigenen Shop permanent optimieren
  • Autoren und Multiplikatoren identifizieren (z.B. durch Community-Analysen
Doch das ist Zukunftsmusik: Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass viele Verlage weder die schon jetzt bestehenden Möglichkeiten der Google-Analyse nutzen (z.B. Keyword-Tool), noch ihre eigenen Webstatistiken richtig auswerten, interpretieren und verarbeiten.

Dienstag, 30. November 2010

Zukunftsforum Zeitschriften: Print is back - but different!

"Print is back" - mit diesem Statement hat der Internetpionier und -investor (u.a. Holidaycheck, Tomorrow Focus Internet AG) und vdz-Präsident Hubert Burda jüngst die vdz-Jahrestagung eröffnet. Und damit den Tenor dieser Tagung geprägt und getroffen: Nach Jahren der Interneteuophorie erkennen Verlage, wie wertvoll ihre Zeitschriften(marken) sind. Der Branchendienst Meedia schreibt zusammenfassend: "Burda zeigt sich angesichts der Erholung am Printmarkt entspannt: "Der depressive Gesichtsausdruck, den ich vor einem Jahr hatte, ist vorbei.'"

Wie auch immer diese scheinbare Rückbesinnung auf "alte Werte" (FR) bewertet wird - eines ist richtig: Solange Zeitschriften im Leser- und Werbemarkt auf Bedearf stoßen und damit rentabel verlegt werden können, sollten sie gehegt und gepflegt werden. Wie das geht, diskutiert das mit Praktikern besetzte 2. Zukunftsforum Zeitschriften am 10.12.2010 in München, das die Akademie des Deutschen Buchhandels in Kooperation mit uns veranstaltet. Das Programm der Fachtagung zeigt, dass hier nicht eine rückwärtsgewandte Print-Euphorie gefeiert wird, sondern dass die Verlage immer mehr verstehen, wie sie ihre Zeitschriften in mehrmediale Marken wandeln und so zukunftssicher machen können.

Das Programm
  • Einführung Zeitschriften als Kern von Marken und Erlösen
    Ehrhardt F. Heinold, Heinold, Spiller & Partner
Key Notes
  • Ist Qualitätsjournalismus überhaupt noch bezahlbar? Zukunftsstrategien eines mittelständischen Verlages
    Dr. Alfons Schräder, Mitglied der Geschäftsleitung, Heise Zeitschriften Verlag
  • Jugend, Frauen, Lifestyle – Print und online am Puls der Zielgruppe: Erfolg mit Publikumszeitschriften
    Gernot Körner, Geschäftsführer, Vision Media
Zukunftskonzepte für Zeitschriften
  • “Fürchtet Euch nicht! - der Relaunch von ideaSpektrum”
    Jörg Künkel, Geschäftsführer Künkel und Lopka l Helmut Matthies, Geschäftsführer Evangelische Nachrichtenagentur idea e.V.
  • Runter vom Sockel, rein in den Dreck: Praxisorientierung und Kundennähe als Erfolgsfaktor - Fallbeispiel Lohnunternehmer
    Klaus Beckmann, Geschäftsführer, Beckmann Verlag
  • Jugendmedien: Erfolg durch Zielgruppennähe
    Janos Burghardt, Chefredakteur und Mitgründer der Jugendzeitung "Yaez"
Zukunftssicherung durch Crossmedia
  • Sozial, viral und digital statt Print? Wie viel Online gefragt ist und wie viel Print der Fachmedienmarkt erwartet
    Thomas Koch, Geschäftsführer, Crossmedia
  • Langjährige Markenführung: Best Practice Autohaus
    Ralph Meunzel, Chefredakteur autohaus
  • Neue Chancen für Zeitschriftenmarken durch Apps
    Kassian Alexander Goukassian, Gründer und CEO, falkemedia
  • Digitale Magazin Produktion für das iPad – Fallstudie 'Frankfurter Rundschau'
    Heiko Scherer, Externer Projektleiter DuMontNet
Faszination und Heimat: (Fach)Zeitschriften als emotionaler Markenkern
  • Zukunft Fachzeitschrift - durch Faszination und Inspiration ein unverwechselbares Profil schaffen
    Kilian Müller, Geschäftsführer, publish-industry Verlag GmbH
  • Zeitschriften als „Heimat“: Ergebnisse einer Studie Brita Westerholz, Verlagsleitung Agrar-Medien im dfv
  • Avantgardistisch und international: Das Fachmagazin PLOT als erfolgreiche Neugründung Janina Poesch, Rainer Häupl | Sabine Marinescu | Janina Poesch GbR
Konferenzmoderation: Ehrhardt F. Heinold, Geschäftsführer, Heinold, Spiller & Partner Unternehmensberatung

Zielgruppe, Termin, Ort, Konditionen
Das 2. Zukunftsforum Zeitschriften findet am 10. Dezember 2010 in München statt. Die Konferenz richtet sich an Geschäftsführer, Fach- und Führungskräfte, vor allem aus den Bereichen Redaktion, Vertrieb, Marketing, Herstellung und Anzeigenverkauf, sowie an Online-Manager aus Fach- und Special-Interest-Verlagen.

Weitere Informationen erteilt Tina Findeiß, Akademie des deutschen Buchhandels, Tel.: 089 / 29 19 53 - 64, E-Mail: tina.findeiss@buchakademie.de. Weitere Information auf dem Flyer oder auf der Konferenz-Website.