- Am 17.11.2010 leite ich in der Akademie des Deutschen Buchhandels ein Seminar zum Thema Content Management Systeme auswählen und implementieren: Der kompakte Überblick zum Thema Redaktionssysteme, CMS, MAM etc.
- Am 24.11.2010 veranstalten wir gemeinsam mit den Zukunftsforschern von Trendquest das zweite Zukunftsfrühstück Verlage und Medien in Hamburg. Thema dieses Mal: Kunden 2020 - mit 4 spannenden Impulsvorträgen und viel Zeit für Diskussionen!
- Am 10.12.2010 findet in München in Zusammenarbeit mit der Akademie des Deutschen Buchhandels das 2. Zukunftsforum Zeitschriften statt. Thema dieses Mal: "Faszinierend, nutzwertig, crossmedial: Wie Zeitschriften sich verändern (müssen)". Ein Tag voller Praxisberichte und innovativer Konzepte zu einem der zentralen verlegerischen Medien.
In diesem Blog kommentiere ich aktuelle Entwicklungen in der Verlags- und Medienbranche - vor allem im Hinblick auf die Digitalisierung und den Wandel der Mediennutzung.
Freitag, 29. Oktober 2010
Upcoming Events: CMS-Semianr, Zukunftsfrühstück, Zukunftsforum Zeitschriften
Damit ich selber noch den Überblick behalte, möchte ich hier kurz auf drei spannende Veranstaltungen hinweisen, die noch in diesem Jahr stattfinden werden:
Mittwoch, 27. Oktober 2010
Die Wahrheit - oder 10 provokante Thesen zur Zukunft von Tageszeitungen
Gerade bin ich auf das JakBlog von Christian Jakubetz gestoßen - und bin begeistert. In all den Fachkonferenzen über die Digitalisierung der Medien und den Optimismus über die Apps gerät doch leicht in Vergessenheit, wie triste die Realität aussieht. Allein der Blick auf die ivw zeigt, wie dramatisch die Abwärtsspirale ist:

Jakubetz hat in 10 Thesen auf den Punkt gebracht, warum er skeptisch in die Zukunft blickt - Kernthese: Ein paar "Digital Natives" als Praktikanten machen keinen Frühling. Weil die Thesen so schön prägnant sind (und nicht nur für Tageszeitungen gelten), möchte ich sie hier kurz zitieren:

Jakubetz hat in 10 Thesen auf den Punkt gebracht, warum er skeptisch in die Zukunft blickt - Kernthese: Ein paar "Digital Natives" als Praktikanten machen keinen Frühling. Weil die Thesen so schön prägnant sind (und nicht nur für Tageszeitungen gelten), möchte ich sie hier kurz zitieren:
- "Das Zeitungssterben kommt schneller als angenommen
- Die Wochenzeitung wird die neue Tageszeitung – und nicht umgekehrt
- Die Tageszeitungen sparen sich zu Tode
- Die Tageszeitungen vergreisen in den Redaktionen
- Als nächstes wandert der Lokaljournalismus ins Netz ab
- Journalisten und Verleger haben das Netz nicht begriffen
- Tageszeitungen verschwinden in der Nische
- Das iPad beschleunigt den Niedergang
- Der generalistische Journalismus überholt sich
- Die Tageszeitung sitzt zwischen allen Stühlen — und hat nirgends mehr Platz"
Dienstag, 26. Oktober 2010
Content, Commerce, Community: Doch ein Erfolgsmodell?
Zehn Jahre zurück schienen Content und Commerce ein perfektes Paar zu sein - die Idee: Inhalte befördern den Verkauf von Waren, Verlage befeuern E-Commerce-Portale. Das Hamburger Start-up PopNet (2001 insolvent), innerhalb von wenigen Jahren zu einer der größten Internetagenturen gewachsen, baute sogar eine eigene Redaktion auf.
Doch schon bald platzte diese Traum - es zeigte sich: Kunden wollen auf Shoppingportalen kaufen, nicht lesen. Das funktioniert nicht, lautet die ernüchternde Erkenntnis. Content und Commerce gingen getrennte Wege.
Doch vielleicht war die Idee damals richtig, nur zu früh. Das jedenfalls berichtet Frédéric Court, Partner bei Advent Venture und Investor u.a. bei Dailymotion und Qype, auf PaidContent.org. Court zeigt anhand von vielen Beispielen,
Auch in Deutschland gibt es einige Beispiele für Content-Community-Commerce-Kombinationen - ich möchte ich zwei nennen:
Verlage sollten auch nicht nur auf Affiliateerlöse setzen: "Meanwhile, making money from affiliate partners is very hard for publishers, as margins are thin and conversion is low. Media operators must not simple send their readers to a third-party shopping site - the transaction experience must be seamlessly integrated in their own site. These challenges will fuel M&A, because media companies will need to buy in transaction know-how and because retailers must build their own audience-generation engines…"
Gute Zeiten für Start-ups, die nicht durch die klassische Redaktionsbrille auf Inhalte und vor allem Kunden blicken...
Doch schon bald platzte diese Traum - es zeigte sich: Kunden wollen auf Shoppingportalen kaufen, nicht lesen. Das funktioniert nicht, lautet die ernüchternde Erkenntnis. Content und Commerce gingen getrennte Wege.
Doch vielleicht war die Idee damals richtig, nur zu früh. Das jedenfalls berichtet Frédéric Court, Partner bei Advent Venture und Investor u.a. bei Dailymotion und Qype, auf PaidContent.org. Court zeigt anhand von vielen Beispielen,
- wie Inhalte Shopping-Portale bereichern und für Traffic sorgen
- und wie Shoppingportale ihren Traffic zunehmend in Werbeumsatz umwandeln
- "New affiliates like Polyvore (using user-generated content to drive traffic to ecommerce partner sites),
- Marketplaces such as Farfetch (creating editorial features with the fashion community, from bloggers to store owners)
- 1stDibs (aggregating antique dealers and the interior-design community)
- Vente-Privee, the flash-sales pioneer and giant, creates slick video presentations for each of its sales as a way to get consumers to engage and buy.
- One of the most notable and successful illustrations of this trend is Net-A-Porter, the luxury retailer. Every month, over three million fashion lovers avidly browse their site like a digital magazine, attracted by the beautiful editorial features, while a small, and growing, portion of them actually purchase."
Auch in Deutschland gibt es einige Beispiele für Content-Community-Commerce-Kombinationen - ich möchte ich zwei nennen:
- Ganz vorne natürlich Holidaycheck, diese famose Symbiose aus Reiseberichten und Reisebüro.
- In der Buchverlagsbranche setzen sich immer mehr Self-Publishing-Portale durch, in denen Amateurautoren ihre Bücher und Texte nicht nur publizieren, sondern diese auch durch die Community korrigieren und bewerten lassen (drei Beispiele: triboox, quillp, bookrix).
Verlage sollten auch nicht nur auf Affiliateerlöse setzen: "Meanwhile, making money from affiliate partners is very hard for publishers, as margins are thin and conversion is low. Media operators must not simple send their readers to a third-party shopping site - the transaction experience must be seamlessly integrated in their own site. These challenges will fuel M&A, because media companies will need to buy in transaction know-how and because retailers must build their own audience-generation engines…"
Gute Zeiten für Start-ups, die nicht durch die klassische Redaktionsbrille auf Inhalte und vor allem Kunden blicken...
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