Donnerstag, 23. September 2010

Personalentwicklung in Verlagen: "Chefs leiden an Kapierstau"

Jüngst hatte ich in einem Buchreport-Bolgbeitrag mich zu den Defiziten in der Personalentwicklung in der Verlagsbranche geäußert. Fazit meiner kritischen Analyse: "Verlage sollten diesen zunehmenden Personalengpass ernst nehmen und sich fragen, wie sie attraktiv für jene Bewerber werden können, die sie für ihre Zukunftssicherung benötigen". Meine Meinung ist auf Zustimmung gestoßen, wie an den Kommentaren abzulesen.

Ich hatte mit meinem Kommentar vorwiegend auf die Buch- und Fachverlage gezielt. Jetzt lese ich in Horizont (nur Printausgabe, 34/2010, S. 16), dass das Defizit in der Personalentwicklung bei allen "Medienhäusern und Agenturen" herrsche. Diese Meinung äußert, kompetent und pointiert, Michael Geffken, jahrelang beim VDZ in der Weiterbildung tätig und jetzt Geschäftsführer der Leipzig School of Media.

Geffkens Fazit: "Es mangelt nicht an geeigneten Weiterbildungsmöglichkeiten. Es mangelt an der Bereitschaft der Führungsetagen von Agenturen und Medienhäusern, die Themen Weiterbildung und Personalentwicklung zu zentralen Aufgaben ihres Change Management zu machen. Sie kapieren nicht, dass ihre Branchen in einem epochalen Umbruch stecken. Und sie kapieren nicht, dass (...) es zunehmend an qualifizierten Bewerbern mangeln wird. In den Sonntagsreden wird gern schon mal der 'War of Talents' ausgerufen; doch Agentur- und Medienmanager haben noch immer nicht begriffen, dass in Zeiten wie diesen ihre Firmen weit mehr von ihren besten Mitarbeitern abhängen als die guten Mitarbeiter von den Firmen."

Dem ist nichts hinzuzufügen.

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