Mittwoch, 11. November 2009

Paid Content: Eine kleine Checkliste

Rob ORegan hat auf seinem eMedia Vitals-Blog schon vor geraumer Zeit einen schönen Artikel zum Thema Paid Content verfasst, denn ich hier kurz vorstellen möchte. ORegan bereichert dabei nicht die Pro- und Contra-Endlosschleife, sondern bietet eine kurze, aber treffsichere Checkliste für Entscheider.

Wer an Bezahlinhalte denkt, sollte nach ORegan zunächst folgende Faktoren analysieren:
  • Verhalten und Eigenschaften der Nutzer
  • Was macht der Wettbewerb?
  • Welchen Einfluss hätte eine "Pay Wall" auf die Werbeerlöse?
  • Welche Auswirkung hat eine Pay Wall für die Auffindbarkeit in den Suchmaschinen?
Der Autor zählt dann die Modelle auf, mit denen Inhalte verkauft werden können:
  • Freemium: einige Bereiche sind frei, einige kostenpflichtig (siehe dazu meinen Blogartikel vom 15. Mai 2008)
  • Abonnement: das klassische Modell, modern auch als Flatratebezeichnet
  • "Pay as you go": Kleinabos z.B. durch zeitlich oder volumenmäßig begrenzte Abos wie sie etwa die Stiftung Warentest anbietet
  • Gruppen- oder Unternehmenslizenzen, wie sie schon lange im B2B-Bereich vergeben werden
Abschließend nennt Oreagan noch einige Versuche, die Effekte der Einführung eines Paid-Modells zu berechnen und zitiert die Ergebnisse von Martin Langeveld: "I assumed that an industry-average $1-a-month fee would reduce traffic by 30 percent, $2 would knock off 50 percent, $5 would chop out 70 percent, $10 would say goodbye to 90 percent, and $25 would wipe out just about all of it. And further, I assumed that the 2008 ad revenue level of $3.109 billion would be reduced by the same percentage as the visitor reduction (which is probably a generous assumption)."

Der Autor nimmt von diesen Analysen jedoch ausdrücklich die Fachinformation aus und nennt funktionierende Beispiele aus den USA, u.a. Incisive Media und law.com. Im Rechtsbereich gibt es ja auch gute Beispiele aus Deutschland wie Beck Online oder .Juris.

ORegans Fazit: "So yeah, paid content is complicated. But it’s also an issue publishers no longer can choose to ignore."

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