Donnerstag, 29. Oktober 2009

Google Editions - und die Branche schweigt...

Während die Debatte um den SZ-Artikel zur Buchhandelskette Thalia große Wellen schlägt, geht eine andere Nachricht fast unter. Auf der TOC Konferenz am Messevortag hatte Amanda Edmonds, Googles Director of Strategic Partnerships, das neue Angebot Google Editions vorgestellt. Ich halte das für die nächste Revolution, denn nun macht Google die Bücher aus seiner Buchsuche verfügbar, entweder als E-Book oder gedruckt. Die Details des Angebotes sind sehr interessant und werden auf dem Blog bewegliche-lettern sehr kenntnisreich und detailliert beschrieben. Damit das Thema nicht untergeht, möchte ich ausdrücklich diesen Artikel empfehlen.

Ich war ebenfalls bei der Google-Präsentation - ein skurriles Szenario: Zu jedem präsentierten Chart hagelte es Fragen voller Skepsis, voller Mistrauen. Im Raum eine knisternde Spannung, die Verlage ahnen: Das ist der eigentliche Schritt vom Scanner zum Händler. Die für mich zentrale Frage lautete: "Muss ich Verlag sein, um mit Google einen Vertrag über die Lieferung via Google Editions abzuschließen?". Die Antwort lautete: "Nein, Sie müssen der Rechteinhaber sein." Und schon reden wir über Self Publishing, allerdings in einer neuen Dimension: Die Rechteinhaber erhalten 63% des Umsatzes. Man stelle sich das vor: Der nächste Megaseller wird vom Autor auf diesem Weg verkauft, mit so einer Spanne! Beim Verlag erhalten viele ja nur 8 - 10% vom Verlagsabgabepreis...

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