Mittwoch, 18. März 2009

E-Paper, Bezahlmodelle: Presseverlage hoffen auf mobile Geräte

Bis vor kurzem herrschte in allen großen Presserverlagen die Auffassung: Internetangebote lassen sich nur durch Werbung finanzieren. Und Werbung lässt sich nur durch Reichweite vermarkten. Also wurden reichweitenstarke Angebote aufgebaut oder akquiriert.

Doch diese Gleichung geht mittlerweile nicht immer auf. Zum einen lässt sich Reichweite nicht in jedem Fall gut vermarkten (z.B. wenn die Nutzer nicht so recht wollen - das gesamte Web 2.0-Umfeld hat sich für dieses Geschäftsmodell als manchmal sehr sperrig erweisen), zum anderen kommt die Wirtschaftskrise hinzu.

Diese Situation führt zu einer erstaunlichen Ruckbesinnung auf alte Ideen. E-Books, E-Paper und das iPhone führen zu einer Renaissance des Geschäftsmodells Vertriebserlöse. Ich habe aber schon gestaut, dass Dr. Andreas Wiele in einem Interview auf turi.tv E-Paper und bezahle Inhalte bzw. Services als interessante Optionen bezeichnet. Bei Springer galt bisher nur das Reichweitendenken. Für Bezahlmodelle nennt Wiele nicht das Internet, sondern mobile Endgeräte als Hoffnung. Das ist gut so - denn hier haben Verlage im Verbund mit den Telkos die Chance, von Beginn wertige Dienste auch wertig zu vermarkten, und nicht zu verschenken.

Keine Kommentare: