Sind Fachverlage gut gerüstet, um ihren zentralen Umsatzträger in Zukunft nicht zu verlieren? Nein, sagt Manfred Hasenbeck, Chef des Corporate Publishers Burda-Yukom und Präsident des Forum Corporate Publishing, in Horizont (Ausgabe 39/2008, Seite 30): " Ich will den Teufel nicht an die wand malen, aber wenn Sie die derzeitige Aufklagen- und Anzeigenentwicklung verfolgen, ist es naheliegend, dass so einige Fachmedien in den nächsten Jahren vom Markt verschwinden werden. Darüber freue ich mich keineswegs, bin aber ziemlich mitleidlos. Ich kenne etliche Verleger, die in den goldenen Printzeiten der 80er und 90er Jahre ihr Geld lieber in ihre Fincas auf Mallorca gesteckt haben, statt ihre Objekte zu modernisieren. In den meisten Verlagen müssen Sie heute noch lange suchen, bis Sie einen Art-Director, professionelle Grafiker und ausgebildete Journalisten finden. Was Aktualität, schnelle Verfügbarkeit und Informationstiefe betrifft, hat das Internet die Fachpresse in einigen Bereichen bereits stark angeknabbert. Vielen Medienentscheidern ist offensichtlich noch nicht bewusst, dass print nur dann überlebt, wenn die inhaltliche. optische und habtische Qualität stimmt. Das gilt für die Fachverlage und Publikumspresse ebenso wie für Corporate Publisher".Hasenbecks Prognose, natürlich pro domo gesprochen: Coprorate Publsihing wird für viele Werbekunden der Fachpresse zu einer Alternative: "Wenn die Unternehmen kein geeignetes Medienumfeld mehr finden, wo sie klassische PR oder Werbung für ihre Botschaften unterbringen können, werden sie die Kommunikation verstärkt selbst in die Hand nehmen." Eine Tendenz, die auch im Bereich der großen Markenartikler schon längst deutlich erkennbar ist...