Mittwoch, 23. Juli 2008

Meedia: Die neue Medienwebsite

Meedia, das lange angekündigte Medienportal des Milchstraßengründers Dirk Manthey, ist seit Sonntag dieser Woche online. Ich möchte das Portal nicht bewerten, dazu gibt es berufenere Kritiker. So urteilt das Blog Medienrauschen: "Das Kernstück von meedia sind, auch nach eigener Auffassung der Redaktion, allerdings auch weniger die aktuellen Nachrichten als vielmehr die Zahlen. Hier sollte sich “Blogosphären”-Vermesser Jens Schröder (popkulturjunkie), der bei Meedia als Mr. Analyzer bloggt wohlfühlen. Überall gibt es Listen, Charts und Zahlen …".

Das sieht der Medienblogger Hugo E. Martin ähnlich: "Warum (die nett gemachten) Meedia Analyzer und Meedia Cover-Check unbedingt ein eigenes Portal brauchen, ist mir nicht ganz klar. Per Serviceapplikation / Widget auf anderen bereits gut besuchten Websites und Portalen hätte es wohl auch getan, hätte vielleicht schneller und mehr Geld 'verdient' ...".

Neben den mundgerecht aufbereiteten Zahlen bietet das Portal noch ein weiteres interessantes Angebot: In der Rubrik "Best of Web" werden spannende Websites ausführlich vorgestellt. Keine sensationelle Idee, aber eine Fundgrube für Ideen und Projekte, bei der auch versierte Netzkenner noch neue Ansätze entdecken können.

Montag, 21. Juli 2008

Vorankündigung: Das 10. CrossMediaForum

Seit 2002 veranstalten wir, gemeinsam mit Nionex, das CrossMediaForum (CMF). Im Mittelpunkt stand und steht die Frage, wie Verlage Inhalte crossmedial managen und publizieren können. Jetzt steht das Programm für das nächste CMF, das wir bereits zum 10. Mal am 18.09.2008 in München veranstalten. Thematisch dreht sich beim nächsten CMF alles um crossmediale Workflows, also um die Frage, wie digitale Arbeitsabläufe und Datenströme so gestaltet werden können, dass eine crossmediale Produktion möglich wird.

Moderne Workflows müssen dabei drei Anforderungen genügen:
  1. Standardisierung: Nicht nur für Arbeitsabläufe, sondern vor allem für ihre digitale Abbildung (Workflow), müssen Standards definiert werden, damit die verschiedenen Arbeitsschritte (und die unterstützenden Systeme) reibungslos ineinander greifen.
  2. Automatisierung: Die Standardisierung ist eine Voraussetzung für die Automatisierung, bei der durch definierte Regeln bestimmte Prozesse ausgelöst werden. Beispiel eines solchen Automatismus wäre die Auslieferung von Produktmetadaten an Handelspartner im ONIX-Format.
  3. Integration: Die unterschiedlichen Workflows werden von verschiedenen Softwaresystem abgebildet, die so integriert werden müssen, dass medienbruchfreie Abläufe ohne manuelle Eingriffe möglich werden.
Trotz dieser "Industriealisierung" der Geschäftsprozesse darf die Kreavität der Mitarbeiter nicht eingeschränkt werden, denn ein Verlag ist und bleibt ein Unternehmen, das von der Vielfältigkeit der Produkte und der Kreavität lebt (einen ausführlichen Artikel zu diesem Thema finden Sie in der Juli-Ausgabe unseres Newsletters).

Wie eine optimale Kombination aus Kreavität und Industriealisierung gestaltet werden kann, das zeigen die Vorträge und Fallbeispiele im nächsten CrossMediaForum: Das Temenspektrum reicht von der "digitalen Verlagsauslieferung" über ein Szenario zum digitalen Buchverlag bis hin zu den "wirksamsten Effizienzkillern für Ihren Content Workflow." Das komplette Programm und Buchungsinformationen finden Sie auf der CMF-Website. Achtung: Noch bis Ende Juli gibt es Frühbucherrabatt.