In meiner Nachbetrachtung bin ich dann zur Einschätzung gekommen, dass in Wiesbaden "Parallelwelten" zu besichtigen waren: Auf der Bühne alles E, unten im Saal eine Mischung aus "Das haben wir im Griff", "Wie sollen wir das alles finanzieren", "Das können sich nur die Großen leisten" und "Wie soll ich das bloß umsetzen?".
Dass Fachverlage auf absehbare Zeit den Löwenanteil ihrer Umsätze mit klassischen Geschäftsfeldern erwirtschaften werden, bestätigt eine neue Studie von TNS Emnid, die
Mit anderen Worten: Die Weiterentwicklung der klassischen Angebote, vor allem der Zeitschriften, sollte keinesfalls vernachlässigt werden. Im Gegenteil: Wenn denn mit Printerzeugnissen die wesentlichen Werbeumsätze erwirtschaftet werden können, sollten diese Angebote nicht nur als "Auslaufmodell" behandelt werden. Vielmehr gilt es, Verlage als cross- und multimediale Informations- und Zielgruppendienstleister zu entwickeln.
Für die gedruckten Medien, allen voran die Fachzeitschrift, muss die Frage nach der zukünftigen Existenzberechtigung für die Leser gestellt werden. In Abgrenzung zum Internet, das freie Informationen in Hülle und Fülle bietet, müssen vier zentrale Fragen beantwortet werden:
- Welche Themen und Inhalte muss Print bieten?
- Welche Aufbereitung der Inhalte erwarten die Leser in Print?
- Wie sieht eine zukunftsfähige Verzahnung Print / Online aus?
- Welche Dienstleistung im Anzeigenbereich erwarten Kunden und Agenturen (dazu finden sich in der genannten Studie sehr konkrete Hinweise)