In Deutschland (und diese Definition wird hier verwendet) wird unter E-Paper eine digitale Ausgabe eines Printerzeugnisses verstanden - international hingegen elektronisches Papier, also eine Lesefolie mit Bildschirmeigenschaften (siehe dazu Wikipedia). Mittlerweile werden auch E-Paper ohne gedruckte Vorlage erstellt, als rein digitales Medium, das unsere, vom Gedruckten bestimmten Lesegewohnheiten aufgreift.
E-Paper hat viele Vorteile für Verlage, von denen ich hier nur einige in Stichworten nennen möchte:
- Erweiterung der Printmarke
- Ausweitung der Zielgruppen: Ausland, Junge Zielgruppen, nicht regelmäßige Leser (v.a. ohne Zugang zu gut sortierten Pressehändlern)
- Online-Zeitschrift ohne Online-Redaktion
- Zunahme der Reichweite
- Vertriebsgebietsausweitung zu geringen Kosten
- ivw-Ausweisung unter bestimmten Bedingungen möglich (Angaben dazu finden sich auf der ivw-Homepage): Übereinstimmung mit Print (Verlinkungen und multimediale Ergänzungen sind erlaubt), kostenpflichtige Zugriffe, downloadbar (offline-lesefähig)
- Neue, interaktive Formate für Anzeigenkunden
- Kostenreduktion gegenüber Print: Redaktion, Druck/Papier, Transport
Die Produktion dieses Werbemittels war sicher nicht günstig. Ob sich die Investition lohnt? Dieser Livepaper-Katalog ist in jedem Fall ein konsequenter Schritt in Richtung Endkundenmarketing. Vor allem ist er ein interessantes Angebot für alle, die noch aus der Druckwelt kommen, sich aber auch online informieren wollen. Ein beispielhaftes Experiment also, das nicht nur Buchverlagen neue Perspektiven eröffnet.