- Die Verlagsgruppe Random House führt einen Teil ihres Wachstum 2007 auf die im Sommer 2007 gestartete Volltextsuche Insight zurück: Die 8.000 online durchsuchbaren Titel verzeichnen einen spürbaren Nachfrageschub.
- Das Amazon-Lesegerät Kindle, so meldet die taz, ist ausverkauft: "Offenbar verkauft sich Amazons E-Book-Lesegerät Kindle besser als bislang angenommen. Jeff Bezos, Firmengründer und CEO des Unternehmens, schrieb in einem Brief an die Kundschaft, man habe die Nachfrage nach dem Gerät trotz großer Hoffnungen unterschätzt. Am Tag des Verkaufsstart seien die ersten Modelle innerhalb von fünfeinhalb Stunden ausverkauft gewesen. 'Seither versuchen wir fieberhaft, unsere Produktionskapazität zu erhöhen', so Bezos. Derzeit ist der Kindle auf Amazon.com nur vorbestellbar, einen Liefertermin nennt das Unternehmen nicht. Bezos ging in seinem Brief aber davon aus 'in den nächsten paar Wochen' wieder Geräte vorrätig zu haben. Das Ziel sei dann, innerhalb von einem Tag jede Bestellung ausliefern zu können."
Neben der Plattformfrage stellt sich jedoch auch die Frage des Vermarktungsangebotes. Hier könnte die Musikindustrie ausnahmsweise einmal Vorbild sein: Sony BMG plant die Einführung einer Musikflatrate in Höhe von 6 - 8 EUR pro Monat, wie u.a. der Internetdienst Golem meldet.
Das Modell einer Contentflatrate gibt es als Abonnement bei Verlagen schon lange - allerdings geht es hierbei stets um den Bezug eines einzelnen Verlagsobjektes (Zeitschrift, Loseblattwerk, Buchreihen). Die Contentflatrate der Zukunft muss mindestens Teilbereiche, wenn nicht sogar ein gesamtes Verlagsprogramm umfassen, besser noch wäre eine verlagsübergreifende Lösung (das plant auch Sony BMG). Dies wäre dann die wahre Geburtsstunde für einen digitalen Buchhandel, der momentan bei Amazon oder Ciando schon in Ansätzen realisiert wird.