Montag, 1. September 2008

E-Books: Wird aus dem Trend eine Lawine?

Gerade aus dem Urlaub zurückgekehrt, überfallen mich die Meldungen zum Thema E-Books. Meine Meinung zu diesem Thema ich ja schon mehrfach geblogt, deshalb hier nur kurz drei interessante Links zum Thema:

  1. Hubert Spiegel beschäftigt sich im Feuilleton der FAZ ausführlich mit dem E-Book-Boom. Unter dem Titel "Das Buch, das aus dem Äther kam" diskutiert er vor allem die Konsequenzen für das gedruckte Buch: "Der Kindle hat nicht Trivialisierung zum Ziel, sondern das Verschwinden des Buches als sinnlicher Gegenstand, der riecht, altert und sich anfassen lässt. Die Verehrung des Buches hat ihre tiefsten und ältesten Wurzeln in der Religion, und die Prozesse der Aufklärung und Säkularisierung haben diese Verehrung nicht zerstört, sondern ihr weitere Wurzeln wachsen lassen. Wer heute Amazons Lesegerät zur Hand nimmt, ist in den ersten Stunden und Tagen dieser Erfahrung beeindruckt von den technischen Möglichkeiten dieses Geräts. Tritt er danach wieder an sein Bücherregal, wird ihm die Aura des Buches so zart und verletzlich erscheinen wie der Flügel eines Schmetterlings."
  2. Sony will mir seinem E-Book-Reader mit dem wunderbar kryptischen Namen "PRS-505" der Konkurrenz enteilen und greift vor allem Amazons Kindle an. Dazu bemerkt Matthias Kremp in Spiegel Online: "In den USA verkauft Sony solche E-Books über seinen Online-Shop connect. Wann es ein vergleichbares Angebot auch in Deutschland geben wird, mochten Sonys Manager in Berlin noch nicht verraten. Allerdings, zumindest so viel ließen sie durchblicken, wolle man dies auf der Frankfurter Buchmesse, die Mitte Oktober, bekannt geben. Man braucht nicht viel Fantasie, um sich auszumalen, dass Sony diesen Termin wohl dazu nutzen wird, um nicht nur den Reader selbst in den Handel zu bringen, sondern passend dazu auch einen deutschen Ableger seines Online-E-Book-Shops zu installieren. Bleibt nur abzuwarten, wie Amazon reagieren wird und ob womöglich auch das Kindle seinen Europastart in Frankfurt machen wird. Konkurrenz belebt das Geschäft."
  3. Als offener Standard für E-Books hat sich bereits das EPUB-Format etabliert, auf das auch der Sony Reader setzt, wie das Blog Reader Edition in Übersetzung eines Fachartikel OhmyNews erläutert. EPUB basiert auf XML und findet vor allem in den USA weite Verbreitung (Detailinformationen zum Standard finden sich auf der Website vom International Digital Publishing Forum.

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