Ich habe beschlossen, diese Entwicklung mit dem Begriff Verlag 3.0 zu bezeichnen - aus folgendem Grund:
- Verlag 1.0 ist der klassische Printverlag, der gedruckte Medien verbreitet.
- Verlag 2.0 ist der Verlag, der nicht mehr nur gedruckte, sondern mehrmediale, multimediale Informationen verbreitet, oder auch, wie viele Fachverlage, Seminare und Kongresse veranstaltet, Hotlines oder sogar Informationsbroking anbietet.
- Der Verlag 3.0 schließlich ist auf dem Weg vom Content-Provider zum Network-Organizer, ein Untenehmen also, das Information und Kommunikation nicht mehr "einkanalig" steuert, sondern im Zentrum einer Community steht und diese organisiert. Prominentes Beispiel auf der Buchmesse war Gräfe und Unzer, die für November den Start des Kochpartales "Küchengötter" angekündigt haben (siehe dazu auch die Meldung im Börsenblatt).
Viel Arbeit also für die Verlage - und für uns, denn die Zahl der Nachfragen war hoch :-). Das meistgefragte "Produkt" bei uns: der Web 2.0-Workshop. In jedem Fall hat die Buchmesse gezeigt, wie wandlungsfähig die Verlagsbranche ist - auch wenn sie mit Verzögerung auf die Web 2.0-Welle reagiert.
Hier noch eine Messeimpression: eine Podiumsdiskussion zum Thema Wissens- und Ratgeberbücher und Internet, organisiert vom Fachmagazin Buchreport.

Im Gespräch mit: Marion Winkenbach (Bibliographisches Institut & F.A. Brockhaus), Dr. Thomas Wilking (buchreport) und Georg Kessler (Gräfe und Unzer).
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