Montag, 8. Oktober 2007

E-Publishing und E-Learning auf der Buchmesse

Das Fachportal CHECK.point eLearning wirft anlässlich der Buchmesse einen aktuellen Blick auf das Thema E-Publishing und E-Learning in Verlagen. Vorgestellt werden u.a. neue Projekte und Planungen in den Verlagen GABAL, Cornelsen und Digital Publishing.

Die Portalbetreiber haben zudem mit mir ein längeres Interview zu aktuellen Trends in der Verlagsbranche geführt. Themen sind die Entwicklungen in den Bereichen E-Publshing, Web 2.0 und E-Learning.

Insgesamt, so stelle nicht nur ich fest, entwickeln sich zwar einige Projekte im Bereich E-Learning, die Verlage reagieren aber doch eher verhalten, wie im Artikel zu Cornelsen festgestellt wird: "'ELearning selbst hat sich an den Schulen bislang nicht in großem Umfang etablieren können', so Martin Hüppe, Geschäftsführer Neue Medien bei Cornelsen. 'Erfolgreich sind elektronische Produkte, wenn wir sie mit unseren Lehrwerken verknüpfen. Den meisten Schulbüchern ist heutzutage eine CD-ROM beigelegt. Zudem werden sie auch durch Online-Angebote ergänzt.' Die 'Interaktiv-Reihe' für den naturwissenschaftlichen Unterricht stellt fachübergreifende Bezüge her und macht anspruchsvolle Experimente auf CD-ROM anschaulich. Der Nachhilfeanbieter 'Studienkreis', der zur Cornelsen Verlagsgruppe gehört, setzt nach wie vor auf Präsenzunterricht. Ein komplettes eLearning-Angebot zu entwickeln, bei dem die Schüler von zu Hause aus lernen und durch einen Tutor unterstützt werden, ist nicht angedacht. 'Digitale Produkte können Nachhilfe ergänzen und unterstützen, aber nicht substituieren', ist die Erfahrung von Hüppe."

Medien 2.0 - das Forum Innovation auf der Frankfurter Buchmesse

Zum fünften Mal bietet das Forum Innovation (4.2 P 421) auf der Buchmesse Einblicke in aktuelle Entwicklungen in den Bereichen E-Publishing, E-Books und Workflows. In meinem Eröffnungvortrag "Medien 2.0 - Die Internetrevolution" (Mittwoch, 10.00 Uhr) gebe ich einen aktuellen Überblick zu den Umbrüchen, die die gesamte Medienlandschaft beschäftigen. Das Schlagwort Web 2.0 ist dabei nur eine Komponente, denn es geht im Kern um eine Reaktion auf ein sich massiv veränderndes Medienverhalten. Aktuelle zahlen dazu gibt es viele, die besten liefert immer noch die ARD/ZDF-Online-Studie, die jährlich durchgeführt wird und deren Daten wunderbar aufbereitet von der Zeitschrift Media Perspektiven vorliegen. Deutlich lassen sich darin all jene Trends ablesen, die zur Medienrevolution führen:

  • Das Internet entwickelt sich zum Massen- und Leitmedium, vor allem in den jungen Zielgruppen.
  • Das klassische "Broadcasting-Modell" der Medien verliert zu Gunsten des Mitmachweb an Bedeutung: "Crowdscasting" wird zu einer ernsthaften Konkurrenz klassischer Medienformate - vom Fernsehen (Youtube) bis hin zur Fachzeitschrift (Community, Blog).
Diese Entwicklungen betreffen auch Buchverlage, selbst in den Bereichen Belletristik und Unterhaltung - von Special-Interest- und Fachverlagen gar nicht zu reden. In einer Podiumsdiskussion des Fachmagazins Buchreport werde ich darüber am Messedonnerstag zum Thema "Wissen und Rat: Bücher auf dem Rückzug?" (11.00 Uhr, 3.0 D 101) in prominent besetzter Runde diskutieren (Georg Kessler, Gräfe und Unzer, Marion Winkenbach, Bibliographisches Institut & F.A. Brockhaus, Moderation: Dr. Thomas Wilking, buchreport).

Die Buchmesse thematisiert diesen Wandel in vielen Foren, ich bin gespannt, welche neuen und spannenden Entwicklungen in Frankfurt präsentiert, diskutiert oder auch nur angedacht werden. Und ich hoffe, Ihnen als Messeblogger einige dieser Innovationen frisch aus Frankfurt beschreiben zu können.

PS: Sehen wir uns in Frankfurt?