Ende letzter Woche war ich mit einem Kunden bei einem Anbieter eines marktführenden Media
Asset Management-Systems (
MAM). Der
Kunde, ein Verlag mit
bildlastigen Büchern und Zeitschriften, sucht ein System, das den gesamten
Produktionsworkflow unterstützt - von der
Datenanlieferung über die Produktion bis hin zur Langzeitarchivierung. Eine Anforderung, die trivial klingt - aber der Teufel steckt im Detail, besser gesagt in den bestehenden
Workflows. Vor allem die Frage, wie weit in Richtung Strukturierung (und in
Richtung Medienneutralität) der Verlag gehen möchte (und was sich wirklich rechnet), wurde intensiv diskutiert. Hier nur ein paar der diskutierten Fragestellungen:
- Lassen sich Layoutregeln finden, die eine regelbasierte Produktion ermöglichen?
- Welche Texte können mit welchem Aufwand strukturiert werden?
- Wie sehen Datenflüsse aus, vor allem, wenn in den Layoutdateien noch intensiv korrigiert wird?
- Wie weit werden die Mitarbeiter (und zwar interne und externe freie) bereit und in der Lage sein, gewohnte Arbeitsweisen zu verändern?
Am Tisch des Dienstleisters saßen Praktiker, die der reinen Lehre der Wiederverwendung (gleich: alles muss strukturiert werden), nicht sklavisch folgen. Einmal mehr zeigte sich, wie grau die Theorie der Mehrfachverwertung werden kann, wenn pragmatische
Aspekte wie Kosten,
Workflows, Auswände und Mitarbeiter zu berücksichtigen sind. Wobei der Aspekt einer zukünftig gewünschten
Flexibilität auch nicht aus den
Augen verloren werden darf.
Eines aber wurde klar: Trotz weit
fortgeschrittener Technologie im Bereich
MAM gibt es keine
Out-
off-
the-Box-Lösungen...