Freitag, 23. Februar 2007

Klaus Eck, der sich zu "Mr. Blog"...


...in Deutschland entwickelt hat, legt mit seinem neuen Buch "Corporate Blogs. Unternehmen im Online-Dialog zum Kunden" (Verlag Orell Füssli, € 19,90) einen gut geschriebenen, kompetenten und vor allem praxis-orientierten Leitfaden für Unternehmensblogs vor. Eck zeigt, welchen hohen Stellenwert Blogs mittlerweile für die Unternehmenskommunikation haben. Das gilt für die externe Kommunikation mit Kunden, Presse oder Aktionären, vor allem aber auch für die interne Kommunikation der Mitarbeiter untereinander.
Auch Verlage können aus diesem Buch lernen, wie sie ihr Marketing in und mit Blogs verbessern können. Denn Ecks Grundthese trifft auf alle Unternehmen zu: Waren Websites bisher eine schöne "Fassade", so werden durch Blogs Mitarbeiter, aber auch Kunden sichtbar. Der Dialog ersetzt das Einbahnstraßenmarketing und eröffnet so neue Perspektiven für alle Seiten.
Das Blog von Klaus Eck ist eines der bekanntesten in der Kommunikationsszene - unbedingt lesenswert!

Donnerstag, 22. Februar 2007

Die Sicherheit von digitalisierten Büchern,...

...die im Internet durchsuchbar sind, ist durch die Recherchen des Bloggers Mathias Schindler und den Bereicht des Fachmagazins Buchreports nochmal richtig in die Diskussion gekommen. Das Problem sind aber weniger die Sicherheitslücken, die es bei allen Formen von digitalem Content gibt, sondern die Vorbehalte der Verlage, die durch solche Meldungen noch weiter geschürt werden. Das Projekt Volltextsuche Online (VTO) des Börsenvereins hat zwar das Bewusstsein für das Thema bei vielen Verlagen geweckt (das ist positiv), aber durch die sehr kritische Betrachtung von Google und Amazon auch dazu beigetragen, dass Verlage dieses phantastische Marketinginstrument als Bedrohung sehen. Wenn Buchinhalte durchsuchbar werden, wird das den Verkauf vor allem von Büchern befördern, die in konventionellen Vertriebswegen keine Chance (mehr) haben.

Hier ein paar Links zum Thema:

Mittwoch, 21. Februar 2007

Werden Bücher den Sprung...

... in das Internetzeitalter besser überstehen als Zeitungen und Zeitschriften? Das Buch als Medium hat Vorteile, die es sogar für diejenigen attraktiv bleiben lässt, die mit dem Internet aufgewachsen sind. Ulla Behrendt-Roden, Verlagsleiterin Kinder- und Jugendbuch beim Bibliographischen Institut, erklärt dazu im Börsenblatt 7/2007: "Unsere Umfragen haben ergeben, dass Kinder und Jugendliche ihre Bücher auch in direkter Konkurrenz zum Internet sehr wohl zu schätzen wissen und regelmäßig nutzen: Vorteile werden vor allem im direkten Zugriff Zusammenhang mit dem Schulstoff gesehen. Als weitere Pluspunkt wird die Mobilität genannt. Mit Büchern kann man eben auch in der S-Bahn oder bei Freunden lernen".
Die Kunst für die Verlage besteht also darin:
  1. Inhalte medien- und zielgruppengerecht aufzubereiten,
  2. und die Bücher intelligent ins Internet zu verlängern, Ulla Behrendt-Roden: "Deshlab orientieren sich viele unserer Produkte an dem Medienmix, den Jugendliche erwarten."
Erhöhung der Wertschöpfung (Inhalte, Aufbereitung) und crossmediales Publizieren lauten die Herausforderungen für die Verlagsbranche.

Montag, 19. Februar 2007

Second Life...

...hat es diese Woche nicht nur auf die Titelseite des Spiegel gebracht, sondern sogar schon die buchhändlerische Branchenpresse beschäftigt sich mit diesem neuesten Internethype. Das Börsenblatt beschreibt in seiner Ausgabe 7/2007 die neuen Möglichkeiten, in Second Life E-Commerce zu betreiben. Pionier im Buchhandel ist Der Audio Verlag, der eine Hörlounge in der Spielewelt eröffnet. Das Börsenblatt hat dazu Geschäftsführerin Claudi Gehrke befragt: "Wir können unsere Hörbuchinhalte in Second Life direkt und mit der Chance auf sofortiges Feedback präsentieren ... Downloads, Hörbuchverkäufe und eine erhöhte Aufmerksamt für unsere Produkte - das erreichen wir mit Sicherheit".
Die klassischen Medien werden in der virtuellen Welt einen festen Platz bekommen. Die Sensibilität ist bei allen Verlagen und Buchhandlungen stark gewachsen, jetzt kommt es darauf an, die neuen Möglichkeiten zu nutzen.

Werden Verlage Inhalte....

zukünftig nur noch verschenken? Schon seit Jahren hält sich die Mär vom "kostenlosen" Internet. Nun soll eine neue Studie von Timelabs diese These untermauern: Das so genannte Paid Content Business, also der kostenpflichtige elektronische Handel mit digitalen Inhalten, hat für die meisten Verlage keine Zukunft, heisst es in der weit verbreiteten Pressemeldung. Nur wenige Bereiche seien davon ausgenommen, beispielsweise der Entertainment-Bereich.

Der Preiserfall für digitalen Content in bestimmten Segmenten ist offensichtlich - aber in dieser Pauschalität ist diese These zu schlicht. Fach- und Wissenschaftsverlage zeigen schon seit Jahren mit wachsendem Erfolg, dass kostenpflichtige Inhalte Zukunft haben.

Verlage sollten solche Studien als Herausforderung sehen, ihr Content-Business so zu gestalten, dass auch zukünftig Nutzer dafür zahlen werden. Google bereitet gerade den Verkauf von Inhalten vor, der Zug für Paid Content ist noch lange nicht abgefahren.