In diesem Blog kommentiere ich aktuelle Entwicklungen in der Verlags- und Medienbranche - vor allem im Hinblick auf die Digitalisierung und den Wandel der Mediennutzung.
Donnerstag, 8. Februar 2007
Werden Verlage Inhalte....
...zukünftig nur noch verschenken? Der Trend zum Preisverfall im Contentverkauf ist jedenfalls seit Jahren deutlich erkennbar. Das Fachmagazin Horizont zitiert dazu in der Ausgabe 6/2007 Gruner + Jahr: "In Anbetracht der stagnierenden Vertriebsmärkte gehen wir deshalb von einer Spreizung der Schere zwischen Anzeigen- und Vertriebserlösen aus". Laut Horizont konnten bei sinkenden (verkauften!) Auflagen die Umsätze im Vertriebsbereich nur durch regelmäßige Preiserhöhungen gehalten werden. Die Schere geht dabei auch zwischen Jung und Alt auf: Laut Horizont lesen nur noch 47,5% der 14 - 19jährigen regelmäßig Tageszeitungen. Die Verschiebungen finden Richtung Internet statt. Ist das werbefinanzierte Webbusiness die Zukunft der Verlagsmedien? Horizont warnt: "Damit die Umsatzstruktur ausgewogen bleibt, dürfen Verlage die Verlage bei allem Enthusiasmus nicht aufhören, Modelle zu entwickeln, um mit ihren originären Inhalten im Internet Geld zu verdienen."
Mittwoch, 7. Februar 2007
Was muss eine Suchmaschine...
...zukünftig leisten, um besser als Google zu sein? Ja, ich weiß - die Mutter aller Fragen. Doch es gibt Ansätze. So ist Dirk Lewandowski von der Universität Düsseldorf Der Frage nachgegangen, wie eine Konkurrenz zu Google Scholar aussehen müsste. In seiner Analyse ist er auf folgende Erfolgsfaktoren gestoßen:
"Die aus der Analyse des Angebots abgeleiteten Empfehlungen für ein
Konkurrenzsystem lauten:
"Die aus der Analyse des Angebots abgeleiteten Empfehlungen für ein
Konkurrenzsystem lauten:
- Zusammenfassung der Repräsentationen der erschlossenen Dokumente in einer Datenbank anstatt einer Meta-Suche. Damit wird die Geschwindigkeit erhöht.
- Transparent machen, welche Quellen erschlossen werden und in welchem Umfang (bspw. welche Jahrgänge).
- Umfangreiches Quellenspektrum aus Bibliotheks-, Verlags-, Open-Access-Inhalten.
- Abdeckung des gesamten Fächerspektrums.
- Verwendung eines Rankings nach Relevanz, daneben wählbares Ranking nach anderen Faktoren wie z.B. dem Datum.
- Erschließung der Volltexte und Verwendung eines kontrollierten Vokabulars (bzw. mehrerer).
- Bei der Gestaltung der Suchoberfläche Orientierung an der Einfachheit des
Google-Suchinterfaces, dazu Bedürfnisse der Profis berücksichtigen. - Umfassende Suchmöglichkeiten sowohl über Formulare als auch über eine Abfragesprache.
- Neben der Suche auch Browsing ermöglichen.
- Anfallende Kosten schon in der Trefferliste ausweisen. Höchstmögliche Kostentransparenz.
- Verfügbarkeitstransparenz schaffen.
- Mehrwerte anbieten: Alert-Service, Erstellung von Bibliographielisten, o.ä."
Diese Empehlungen sind anspruchsvoll, aber berechtigt: Wir User sind von Google verwöhnt, selbst Wissenschaftler starten ihre Recherchen in den meisten Fällen bei Google, deren zentrale Erfolgsfaktoren er sehr schön auf den Punkt breingt: "Der relativ schnelle und durchschlagende Erfolg von Google gründet sich im Wesentlichen auf vier Faktoren: Bedienbarkeit, Geschwindigkeit, Indexgröße und die Qualität des Rankings."
Dienstag, 6. Februar 2007
Videos im Internet....
...entwickeln sich zu dem Traffictreiber im Internet. Und zwar nicht nur im Publikumsmarkt (siehe die Erfahrungen von Spiegel Online), sondern auch in der Fachinformation: IDG hat für 2007 eine Million Euro Umsatz mit Web-TV geplant, wie der Jäckel Report berichtet: "Mit monatlich rund 600.000 Video-Abrufen über Internet und DVD sei nach IDG-Einschätzung 'bereits heute ein Resonanzgrad erreicht, der sich hervorragend für die Vermarktung komplexer Inhalte und komplizierter technologischer Sachverhalte' eigne." IDG hat dazu ein eigenes studie aufgebaut. Geplante Formate sind: Live-Berichterstattungen von Messen und Events, Produkttests, Experten-Diskussionen und Interviews.
Aus dem Traffic und der Aufmerksamtkeit sollen Werbeeinnahmen entstehen. Letztlich ist dies auch der Grund für die viel zitierte Akquisition von YouTube durch Google gewesen. Wie aus Videos Werbeeinahmen werden, wird für die Medienbranche eines der wichtigsten Zukunftsaufgaben sein.
Aus dem Traffic und der Aufmerksamtkeit sollen Werbeeinnahmen entstehen. Letztlich ist dies auch der Grund für die viel zitierte Akquisition von YouTube durch Google gewesen. Wie aus Videos Werbeeinahmen werden, wird für die Medienbranche eines der wichtigsten Zukunftsaufgaben sein.
Good Google, bad Google...
...scheint die neue Devise im Internet zu lauten. Der Star der New Economy, von allen genutzt und bewundert, scheint zunehmend in die Kritik zu geraten. Grund: Google wird zu mächtig, in zweierlei Beziehung: zum einen erhält es immer mehr Werbeeinnahmen, zum anderen sammelt es immer mehr Informationen. Der Spiegel schreibt dazu in der Ausgabe 5/2007: "In Deutschland verfüge die Firma mit einem Marktanteil von 87 Prozent über eine Gralshüterfunktion in Sachen Information, warnt Informatikprofessor Hendrick Speck von der FH Karlsruhe. Was, wenn die Firma ihr Motto: 'Sei niemals böse?' irgendwann aufgibt? Was, wenn ein Staat sie zur Herausgabe der Daten zwingt? Was, wenn Aktionäre plötzlich andere Ziele vorgeben? Kurz: was, wenn Google böse wird?".
Diese Frage wird immer öfter gestellt ... in der Buchbranche hat sie sogar zur Gründung der Initiative "Volltextsuche Online" geführt. Google, das Kraftzentrum des Internet, wird sich jedenfalls zunehmend mit kritischen Fragen aus eindersetzen müssen. Internetnutzer sind mobil, und dass eine Suchmaschine ist ersetzbar, hat Google selbst mit seinem späten Markteintritt gezeigt.
Im Lichte der zunehmenden Kritik erläutert David Eicher auf contentmanager.de einige Alternativen zu Google ... mal sehen, wieder Marktführer reagieren wird.
Für Google-Interessierte: In seinem (englischsprachigen) Blog zu Google informiert Philipp Lenssen über aktuelle Entwicklungen beim Suchriesen.
Diese Frage wird immer öfter gestellt ... in der Buchbranche hat sie sogar zur Gründung der Initiative "Volltextsuche Online" geführt. Google, das Kraftzentrum des Internet, wird sich jedenfalls zunehmend mit kritischen Fragen aus eindersetzen müssen. Internetnutzer sind mobil, und dass eine Suchmaschine ist ersetzbar, hat Google selbst mit seinem späten Markteintritt gezeigt.
Im Lichte der zunehmenden Kritik erläutert David Eicher auf contentmanager.de einige Alternativen zu Google ... mal sehen, wieder Marktführer reagieren wird.
Für Google-Interessierte: In seinem (englischsprachigen) Blog zu Google informiert Philipp Lenssen über aktuelle Entwicklungen beim Suchriesen.
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