Donnerstag, 1. März 2007

Konzentration im Buchhandel: Aus 100 werden 50!

Natürlich gibt es mehr als 50 Buchhandlungen, auch mehr als hundert - aber das Fachmagazin Buchreport hat die Liste der 100 größten Buchhandlungen, die es seit Jahrzehnten ermittelt, auf 50 verkürzt. Der Grund: Durch den Konzentrationprozess macht eine Liste bis 100 keinen Sinn mehr. Die beiden größten unternehmen, die Thalia-Gruppe und DBH Buchhandelsgesellschaft (u.a. Hugendubel, Weltbild, Weiland), die erwirtschaften ca. 1,3 Mrd. EUR, was 20% Marktanteil entspricht. Die Nummer drei, die Fachbuchhandlungen der Schweitzer Gruppe, folgt mit 400 Mio. EUR Abstand.

Der Konzentrationprozess schreitet voran, wenn auch immer weniger attraktive Kaufobjekte vorhanden sind, nachdem Anfang 2007 Buch und Kunst an die Thalia-Gruppe verkauft worden ist. Weiteres Wachstum wird so aus Neugründungen kommen - und das bedeutet Verdrängungswettbewerb.

Für die Verlage bedeutet dies, dass sie sich mit Gepflogenheiten auseinandersetzen müssen, die in anderen Ländern (z.B. in den USA) oder Einzelhandelsbereichen längst an der Tagesordnung sind: Die Macht wandert zum Handel.

Neben einer marktorientiertern Produktpolitik und einer professionellen Vertriebsarbeit wird für viele Verlage der direkte Kontakt zum Endkunden wichtiger, denn so kann er ohne Zwischenstation Interessenten und Kunden erreichen. Hier liegt der Grund, warum das Internet und die Möglichkeiten von Web 2.0 eine so hohe Relevanz für alle Verlage haben bzw. bekommen werden.

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