Dienstag, 13. März 2007

Communities! Communities?

Als der erste Internethype in Form der New Economy durch das Land fegte, waren Communities in. Virtuelle Gemeinschaften schienen die neue Form für die Generierung von Profilen und den Aufbau einer gezielten Marketingkommuniktaion zu sein. Doch Communities machten zwar jede Menge Arbeit (Technik, vor allem Betreuung), hatten jedoch damals kein Geschäftsmodell. Dies führte u.a. dazu, dass Egmont 2003 Fun Online, die größte Jugendcommunity, einstelle.

Im Zuge des neuen Web 2.0-Hypes sind Communities plötzlich wieder in - und zwar derart, dass vor allem Verlage eine Community nach der anderen kaufen oder eröffnen. Hintergründe und Ziele der Mergers um MySpace, Youtube und StudVZ sind ja ausführlich in der Onlinecommunity diskutiert worden.

Doch die Frage, wie sich aus einer Community ein tragfähiges und rentables Geschäftsmodell ableiten lässt, ist für noch nicht geklärt. Mit einem Verlagskunden habe ich dazu jüngst einen Workshop durchgeführt. Wirklich neue Geschäftsmodelle gibt es nicht, entweder erfolgt die Finanzierung über Mitgliedbeiträge (wie bei XING), oder über Werbeeinahmen (wie bei den meisten). Auch E-Commerce über die Nutzerprofile ist eine interessante Variante.

Das Kernproblem ist: Wie kann eine virtuelle Gemeinschaft, die vom Ansatz her nichtkommerziell ist, erfolgreich kommerzialisiert werden? Hier ist Verständnis für Web 2.0 gefragt, ein langer Atem und vor allem ein direkter Kontakt zu den Mitgliedern. Wer eine Community nur als schnelle Geldverdienmaschine sieht, sollte lieber die Finger davon lassen.

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