Freitag, 23. März 2007

Bleibt Content King?

"Content is King" lautete ein Motto in der Frühphase des Internet: Wer Inhalte hat, bindet User. Doch schnell zeigte sich: Nicht der Content, sondern der Zugang zu diesem durch Suchmaschinen ließ sich vermarkten. Google, ein Portal ohne Content, wurde zum Nadelöhr und zum Tor zur virtuellen Welt.

Ähnlich war es mit den Plattformen wie YouTube oder MySpace: Plattformen ohne jeden Inhalt generieren Traffic und verkaufen Werbung, ohne dass die Contentinhaber davon profitieren.

Die Contentinhaber haben diese Entwicklung lange Zeit beobachtet. Jetzt scheint die Zeit gekommen, in der sie den Wert ihrer Inhalte neu entdecken. Spiegel Online meldet: "Die US-Medienkonzerne News Corp und NBC Universal machen YouTube massiv Konkurrenz und gründen ein eigenes Videoportal. Ganze Fernsehserien sollen kostenlos angeboten werden - zum Beispiel die Simpsons." Eine mächtige Anti-Goolge-Allianz hat sich gebildet, wie Spiegel online bemerkt: "Die neue Videoplattform soll in Kooperation mit AOL, Yahoo und Microsoft entstehen. So sollen die Inhalte auch auf den Portalen von AOL (Time Warner), Yahoo, MSN (Microsoft) und News Corps eigener Community MySpace zu sehen sein. Auch gegenseitig werden die Partner ihr Material austauschen, so dass den Nutzern insgesamt Tausende Stunden Material zur Verfügung stehen."

Ein anderes Beispiel zeigt, dass es solche Strategie erfolgreich sein kann. In Norwegen hat die Verlagsgruppe Schibstedt ihre Inhalte für Google gesperrt und dann ein eigens Suchportal gegründet hat - mit wachsendem Erfolg.

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