Mittwoch, 7. Februar 2007

Was muss eine Suchmaschine...

...zukünftig leisten, um besser als Google zu sein? Ja, ich weiß - die Mutter aller Fragen. Doch es gibt Ansätze. So ist Dirk Lewandowski von der Universität Düsseldorf Der Frage nachgegangen, wie eine Konkurrenz zu Google Scholar aussehen müsste. In seiner Analyse ist er auf folgende Erfolgsfaktoren gestoßen:

"Die aus der Analyse des Angebots abgeleiteten Empfehlungen für ein
Konkurrenzsystem lauten:
  • Zusammenfassung der Repräsentationen der erschlossenen Dokumente in einer Datenbank anstatt einer Meta-Suche. Damit wird die Geschwindigkeit erhöht.
  • Transparent machen, welche Quellen erschlossen werden und in welchem Umfang (bspw. welche Jahrgänge).
  • Umfangreiches Quellenspektrum aus Bibliotheks-, Verlags-, Open-Access-Inhalten.
  • Abdeckung des gesamten Fächerspektrums.
  • Verwendung eines Rankings nach Relevanz, daneben wählbares Ranking nach anderen Faktoren wie z.B. dem Datum.
  • Erschließung der Volltexte und Verwendung eines kontrollierten Vokabulars (bzw. mehrerer).
  • Bei der Gestaltung der Suchoberfläche Orientierung an der Einfachheit des
    Google-Suchinterfaces, dazu Bedürfnisse der Profis berücksichtigen.
  • Umfassende Suchmöglichkeiten sowohl über Formulare als auch über eine Abfragesprache.
  • Neben der Suche auch Browsing ermöglichen.
  • Anfallende Kosten schon in der Trefferliste ausweisen. Höchstmögliche Kostentransparenz.
  • Verfügbarkeitstransparenz schaffen.
  • Mehrwerte anbieten: Alert-Service, Erstellung von Bibliographielisten, o.ä."

Diese Empehlungen sind anspruchsvoll, aber berechtigt: Wir User sind von Google verwöhnt, selbst Wissenschaftler starten ihre Recherchen in den meisten Fällen bei Google, deren zentrale Erfolgsfaktoren er sehr schön auf den Punkt breingt: "Der relativ schnelle und durchschlagende Erfolg von Google gründet sich im Wesentlichen auf vier Faktoren: Bedienbarkeit, Geschwindigkeit, Indexgröße und die Qualität des Rankings."

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